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Physiotherapie für Beamte: Beihilfefähige Höchstbeträge 2024

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Infografik zu Erstattungssätzen für Physiotherapie bei Beamten
Infografik zum Artikel: Physiotherapie für Beamte: Beihilfefähige Höchstbeträge 2024

Wer als Beamter auf physiotherapeutische Behandlungen angewiesen ist, erlebt bei der Abrechnung oft eine Überraschung. Obwohl Beamte privat versichert sind, erstattet die Beihilfe Heilmittel nicht in unbegrenzter Höhe. Stattdessen gelten spezifische Höchstbeträge, die oft unter den tatsächlichen Honorarforderungen der Praxen liegen.

Die Systematik der Heilmittelverordnung

Heilmittel wie Krankengymnastik, Manuelle Therapie oder Massagen werden nach der staatlichen Beihilfeverordnung (BhV) abgerechnet. In der Anlage 9 der Bundesbeihilfeverordnung (BBhV) – und analog in den meisten Landesverordnungen – sind feste Euro-Beträge für jede einzelne Leistung definiert. Das Problem: Physiotherapeuten sind an diese Sätze rechtlich nicht gebunden. Da es für Privatpatienten keine staatliche Gebührenordnung wie die GOÄ für Ärzte gibt, kalkulieren Praxen ihre Preise frei, oft basierend auf dem 1,8- bis 2,3-fachen des VDEK-Satzes.

Typische Differenzen bei der Abrechnung

Ein klassisches Beispiel ist die Krankengymnastik (KG). Während die Beihilfe bundesweit einen festen Satz von derzeit rund 26,80 € (Stand 2024) als beihilfefähig anerkennt, stellen viele Privatpraxen 35 € oder mehr in Rechnung. Da die Beihilfe zudem nur den persönlichen Bemessungssatz (meist 50 % oder 70 %) auf den beihilfefähigen Anteil zahlt, bleibt der Beamte auf zwei Arten von Kosten sitzen:

  1. Der Differenz zwischen Rechnungsbetrag und beihilfefähigem Höchstbetrag.
  2. Dem verbleibenden Restanteil (z.B. 30 % oder 50 %), sofern die PKV diesen nicht voll deckt.

Die Rolle der privaten Krankenversicherung

Ein leistungsstarker PKV-Tarif für Beamte zeichnet sich dadurch aus, dass er über die Beihilfesätze hinaus leistet. Hochwertige Tarife erstatten Heilmittel zu 100 % der Rechnungshöhe, unabhängig von den Beihilfe-Deckelungen. Wer einen Basistarif oder einen Tarif mit strenger Anlehnung an die Beihilfeverordnung gewählt hat, benötigt oft einen Beihilfeergänzungstarif, um diese Lücke zu schließen.

Fazit

Beamte sollten vor Beginn einer längeren Physiotherapie die Preisliste der Praxis mit der aktuellen Beihilfe-Liste abgleichen. Um dauerhaft vor Zuzahlungen geschützt zu sein, ist eine PKV-Option essenziell, die explizit Leistungen über den beihilfefähigen Höchstbeträgen garantiert.

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