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Anwartschaft für Beamte: Warum sich Warten für Anwärter lohnt

5 Min. Lesezeit
Infografik zum Vergleich von kleiner und großer Anwartschaft für Beamte
Infografik zum Artikel: Anwartschaft für Beamte: Warum sich Warten für Anwärter lohnt

Der Einstieg in das Beamtenverhältnis beginnt meist mit der Zeit als Widerrufskrafts- oder Vorbereitungsdienst. Während dieser Phase profitieren Anwärter bereits von hohen Beihilfesätzen und niedrigen PKV-Tarifen. Doch was passiert nach der Ausbildung? Wer den Schutz der privaten Krankenversicherung langfristig sichern will, sollte sich frühzeitig mit dem Thema Anwartschaft beschäftigen.

Was genau ist eine Anwartschaft?

Eine Anwartschaftsversicherung ist im Grunde eine Reservierung für einen späteren Versicherungsschutz. Der Versicherte zahlt einen geringen monatlichen Beitrag, um sich das Recht zu sichern, zu einem späteren Zeitpunkt – etwa nach der Ernennung zum Beamten auf Lebenszeit oder nach einer Rückkehr aus der gesetzlichen Versicherung – ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen vollwertigen PKV-Tarif zu wechseln.

Kleine vs. Große Anwartschaft

Für Beamte gibt es zwei wesentliche Modelle, die sich im Leistungsumfang und Preis unterscheiden:

  • Die kleine Anwartschaft: Hierbei wird lediglich der Gesundheitszustand eingefroren. Bei der späteren Aktivierung wird der Beitrag jedoch auf Basis des dann erreichten Lebensalters berechnet. Sie ist sehr günstig und eignet sich besonders für junge Anwärter.
  • Die große Anwartschaft: Diese Variante friert zusätzlich das Eintrittsalter ein. Es werden bereits Alterungsrückstellungen gebildet. Das bedeutet: Wer mit 25 eine große Anwartschaft abschließt und mit 35 in die Vollversicherung wechselt, zahlt den Beitragssatz eines 25-Jährigen. Dies ist teurer in der monatlichen Gebühr, spart aber langfristig massiv Kosten.

Warum der Gesundheitszustand entscheidend ist

Das größte Risiko für Beamte beim Wechsel vom Anwärterstatus in die Vollversicherung ist der Verlust der Versicherbarkeit. Schwere Erkrankungen, Operationen oder chronische Leiden, die während der Ausbildung auftreten, könnten ohne Anwartschaft zu Risikozuschlägen oder gar einer Ablehnung führen. Mit der Anwartschaft gilt der Gesundheitszustand vom Tag des Abschlusses.

Für wen ist sie sinnvoll?

Besonders Anwärter, die nach dem Vorbereitungsdienst eine Lücke überbrücken müssen (z.B. durch eine vorübergehende Tätigkeit im Angestelltenverhältnis), profitieren. Auch für Beamte, die aufgrund von Familienphasen vorübergehend beitragsfrei mitversichert oder gesetzlich pflichtversichert sind, stellt die Anwartschaft die Rückkehrbrücke dar.

Fazit

Die Anwartschaft ist für Beamtenanwärter ein essenzielles Werkzeug der Zukunftsplanung. Während die kleine Anwartschaft das Risiko von Vorerkrankungen eliminiert, ist die große Anwartschaft eine kluge Investition in stabile Beiträge im Alter. Beamte sollten prüfen, ob ihr aktueller Anwärtertarif bereits eine Umwandlungsoption enthält.

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